Ziegelei Hundisburg
Die
Ziegelei, die nordwestlich von Hundisburg liegt, wurde 1882
gegründet und ist heute ein voll funktionsfähiges technisches
Denkmal, wie es nur wenige in Deutschland gibt. Sie genau
war zwar kein Nathusius-Besitz, entspricht aber in ihrer
Art den Nathusius-Ziegeleien, die es damals in der Gegend
gab und die heute nicht mehr existieren.
Mit dem Bau eines Ringofens im Jahre 1882 begann die
erste Produktionsphase der Ziegelei. 1938 wurde der
Ringofen durch einen Zick-Zack-Ofen ersetzt. Nach
der Stillegung der Ziegelei im Zweiten Weltkrieg gab
es 1945 einen schwierigen gewerblichen Neubeginn.
Mit der Ausstattung und der Technik, die dem Stand
der dreißiger Jahre entsprach, produzierte der Betrieb
dennoch bis 1990 rund 3,3 Millionen Ziegelsteine/Jahr
(erst ab 1950 wurde ein Eimerkettenbagger angeschafft,
vorher erfolgte der Abbau in der Tongrube mittels
Spaten) und wurde ab dann umgewidmet zu einem produzierenden
technischen Denkmal. Doch die Ziegelei Hundisburg
ist nicht nur ein Technikmuseum, sondern nach wie
vor auch eine Produktionsstätte für spezielle Ziegelsteine,
die vor allem für denkmalpflegerische Zwecke verwendet
werden. |
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©
Stadt Haldensleben, Kultur-Landschaft H-H e.V. |
Von
der Tongrube bis zum Brennofen wird noch heute die Technologie
verwandt, die bei der Einführung der Maschinenarbeit zur
Wende zum 20. Jahrhundert eingeführt wurde. Dazu wird in
der Ziegelei in der alten Handstrichtechnik gearbeitet,
bei der der Ton von Hand in eine Holzform gestrichen wird.
Mit dieser Formtechnik wird jedes Stück hergestellt, luftgetrocknet
und im Zick-Zack-Ofen nach alter Tradition gebrannt. Die
kleine Diesellok, die früher den Ton auf dem Gelände in
Loren transportierte, dient heute dazu, interessierten Besuchern
eine Rundfahrt zu ermöglichen. Ausserdem sind eine Dampfmaschine
und diverse andere historische Maschinen zu besichtigen.